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Content soll relevant sein. Aber auch Interesse am Absender wecken, Lust auf die Marke machen und Interaktionen initiieren.

 

Texte sind wie Algorithmen. Aus der Kombination von Wörtern bilden sie Bedeutungseinheiten, die der Adressat für sich als wichtig, wertvoll oder irrelevant dechiffriert. In einem kurzen oder längeren Zeitfenster.

Google nennt das „durchschnittliche Sitzungsdauer“. Leselust entsteht, wenn der Textanker sofort verfängt, Inhalte und Botschaften unter die Haut gehen.

Das emotionale Gehirn arbeitet beim Rezipieren kräftig mit

Geben Sie Ihren Contents den nötigen Drive. Ganz gleich ob Marke, Unternehmenskommunikation, Blog, Employer Branding, Public Relations (PR) oder E-Books – machen Sie aus Texten Ihre Sprache – setzen Sie Zeichen im Content-Universum.

Ich unterstütze Sie dabei.

Sorgen Sie für Leuchtfeuer im Content-Universum

Eine Analyse von Tastaturgeräuschen bei Laptops ergab, je nach Gerät und Anschlag liegt der Geräuschpegel zwischen 30 und 50 dB. Bis 80 dB ist das für unser empfindliches Sinnesorgan kein Problem. Könnte man die Anschlaggeräusche aller User hören, so würde das einem gigantischen Urknall gleichkommen.

Das Urknallphänomen Big Data

Einen Urknall ganz anderer Art lösen die Datenmengen aus, die Tag für Tag das Internet fluten. Bis zum Jahr 2025 werden es insgesamt 175 Zettabyte sein, eine Datenmenge von 10 hoch 28 Byte. Sie ahnen, wer der wahre Konkurrent für Ihre Contents ist? Teta-, Exa-, Zeta- und Yottabytes an Datenmengen.

Wie wollen Sie da herausstechen? In welchen Territorien der vernetzten Kommunikation wollen Sie präsent sein?

Unternehmen als Medienmarke

Heute müssen sich Marken als ebenso individuell wie medien- und kanaltauglich erweisen. Authentisch und lebendig werden Marken dadurch, wie Unternehmen sie im Content-Hub leben, pflegen und sich als Arbeitgebermarke präsentieren.

Inhalte, Kanalstrategie und Distribution in den Bereichen, wo Sie auf Ihre Zielkunden treffen, Interaktionen auslösen und loyale Kundenbeziehungen aufbauen können – dabei unterstütze ich Sie. In Persona und bei Bedarf auch mit skalierbaren Ressourcen und Skills.

Leistungen: Markenprofile, Content-Marketing, Storytelling, Corporate Communication, Employer Branding

Machen Sie es spannend, unterhalten Sie Ihre Kunden mit guten Stories.

Was macht in der 4.0 Ära die Kommunikation eines Unternehmens interessant? Wie sichert sich eine Marke die Aufmerksamkeit der Konsumenten und verwandelt sie in nachhaltige Kundenbeziehungen? Es ist ein Zusammenspiel aus Inhalten, Individualität, multimedialer Inszenierung und interaktiven Angeboten.

Sprache als Language-ID eines Unternehmens: Ich entwickle individuelle Konzepte für Blogs, Postings, Vertriebskommunikation, für Markenstorys, Storytelling und individuelle Kundendialoge.

Leistungen: Markengeschichten mit Esprit, Uniqueness und Relevanz für On- und Offlineformate. Gerne skizziere ich Ideen und Lösungen, die Ihre Marke mit einzigartigen Geschichten unterlegen.

Themen besetzen und absetzen: Techniken und Methoden des Herausfilterns, Schärfens und Transfers.

Die digitale Zeit legt ein atemberaubendes Innovationstempo vor. Oftmals zu schnell, um rechtzeitig eigene Positionen beziehen, das Know-how der Mitarbeiter fördern und die richtigen Weichen für die Kommunikation stellen zu können.

Kognitive Kniffe

In Beratungseinheiten, mit Impulsvorträgen und praxisorientierten Methodik-Settings unterstütze ich Unternehmen dabei, Themen individuell für die Kommunikation zu verwerten, steile Thesen herauszuarbeiten und aufmerksamkeitsstark zu besetzen. Ob es individuelles Marketing, Künstliche Intelligenz oder das weite Feld der Digitalisierung betrifft.

In Hör- und Sichtseite der Marktkommunikation.

Inhalte, Themen und Medienprofil schärfen, sodass Ihr Unternehmen in einem überfluteten Kommunikationsmarkt wahrgenommen wird und eine Resonanz auslöst, die einen gewinnbringenden Dialog eröffnet.

Mit den Leistungen und digitalen Tools der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit transportiert joppCommunications Markenwerte, Image und Identität des Unternehmens in die Empfängerzielgruppen und für Stakeholder.

Ich biete die Bandbreite an PR-Leistungen, um Unternehmen in der Hör- und Sichtweite ihres Marktes und ihrer Zielkunden zu positionieren.

Leistungen: PR-Strategie (digital), Corporate Communication, Themen- und Content-Entwicklung, hochwertige Texte in journalistischer Qualität, Presseservices, Interviews, Blogs, Namensartikel.

Contents und Storys, die aufleuchten. Meine Leistungen für das Produkt "Text".

PR Public Relations

  • Presseinformationen, Pressemitteilungen, Pressemappe
  • Kolumnen, Namens- /Fachartikel
  • Podcasts, Interviews
  • Corporate Communication
  • Corporate Blog
  • Interviews

Online Kommunikation

  • Webseiten, Landingpages
  • Newsletter, E-Mail-Marketing, E-Books

Markenkommunikation

  • Entwicklung Markenstory
  • Storytelling (Multi-Channel)
  • Audioskript
  • Storyboards

Employer Branding

  • Karriereseiten 
  • Social Media Kommunikation
  • Auftritt Recruiting Messen
  • Recruiting Kampagnen

Social Media

  • Facebook-Posts, Redaktionsplan
  • Videomarketing
  • Linkedin Profile & Präsenz

Special Text-Produktionen

  • Ghostwritings
  • Vorträge, Keynote, Fachartikel
  • Bücher:
    • Exposé
    • Verlagsansprache, Literaturagenten
    • Manuskriptbetreuung, Manuskripttextur

 

 

 

Vor der Produktion steht die Reflexion. Meine Leistungen in den Bereichen Beratung, Strategie und  Konzept.

PR Public Relations

  • Strategie und Themen
  • PR-Kampagnen
  • Corporate Communication, Corporate Image, Corporate Wording
  • Visuelle-/ Audioformate

Employer Branding

  • HR-Strategie (War for Talents)
  • Karrierepage, Storytelling
  • Messekonzepte
  • HR-Kampagnen

Markenkommunikation

  • Markenpositionierung, Markenmodell (Brandwheel)
  • Markenstimme, Markenbotschaften
  • Markentonalität, Corporate Wording
  • Unternehmensphilosophie

Online-Kommunikation

  • SEO-Konzept
  • Webseiten, Landingpages, Corporate Blogs
  • Social Media
  • eBooks

Marketing-Kommunikation

  • Dialog-Marketing
  • Vertriebskommunikation
  • Multi-Channel Kommunikation
  • Audioskripten
  • Storyboards

Text- und Kommunikationsberatung

  • Optimierung / Refresh von Texturen
  • Content-Hub
  • Content-Management
  • Kanal-Beratung (Social Media)
  • Markenkommunikation & Employer Branding
  • PR, Marketing-Kommunikation

leistungen

ABOUT ME

Ich schreibe, also bin ich. 
Sprache ist Wertschöpfung.

In Abwandlung zu Descartes` „Cogito ergo sum“ schätze ich die Sprache als ein Werkzeug des Identitätsausdrucks und der Identitätsbestimmung von Unternehmen. Eng angelegt an die Corporate Identity, ausgespielt über die vielfältigen Disziplinen und kreativen Formate, die sich Textproduzenten heute anbieten.

Texturen als Hebel, Inhalte und Botschaften ins Wahrnehmungsfeld der Empfänger und als Mittel der Marken- und Kaufentscheidung einzusetzen, daran haben auch der digitale Wandel und die Hybridität des Kunden nichts geändert.

Die Sprache als Corporate Wording will ständig weiterentwickelt, das Markenprofil um frische Contents und Storys angereichert werden. Die digitale Zeit duldet keinen Stillstand.


Selbst aus Bierdeckelbriefings lassen sich gute Storys schmieden

Seit über 20 Jahren löse ich strategische Kommunikationsprobleme für Unternehmen aller Größen, unterstütze die Corporate Communication und entwickle markenbasierte Corporate Wordings. In Kooperation mit Entscheidern, aber auch als virtueller Partner in agilen Teams.

Meine Stärke ist die Wertschöpfungsentwicklung von Sprache, Inhalten und Storys. Namhafte Konzern- und Mittelstandsmarken zählen zu meinen Auftraggebern.

Zuverlässige Timings, schlanke Prozesse, effiziente und exzellente Ergebnisse sind Markenwerte von joppCommunications. Ich komme gut klar mit minimalistischen Briefings in „Bierdeckelformat“, freue mich aber auch über intensive Gespräche und substanzielle Leadpaper.

Branchen-Knowhow

Automotive, Bildung und Kultur, Digitalisierung, Energiewirtschaft, Financial Services und Versicherungen, Gesundheit und Medizin, Informationstechnologie, Software, Recyclingindustrie, Touristik.

 

PARTNER AGILER TEAMS

Kräfte bündeln, Wertschöpfung steigern

Kommunikation und Marketing heute ist ein Management von Diversität. Emprirische Daten zu individuellen Kundenbedürfnissen und Kaufentscheidungen zu erheben, diese in ein individuelles Produktinformations- und Content-Management zu übersetzen, sind komplexe Herausforderungen.

Mein Fokus: Content- und Textengineering 

Als virtueller Partner kooperiere ich im Rahmen agiler Projekte mit Marketing- und IT-Mitarbeitern in Unternehmen sowie mit Agenturen. Ich sehe meine Leistungen als Verlängerung der Werbank von Kommunikations- und Marketingorganisationen.

Interim-Management und verlängerte Werkbank

Ich übernehme auch Mandate für Interim-Management und Organisationsentwicklung von Marketing- und Kommunikationsabteilungen, als Verstärkung von Human Resources oder Unterstützung bei Transformationen.

Ganzheitliche Lösungen für eine markengerechte Multi-Kanal-Kommunikation, die Kunden erreicht und überzeugt. Eine Verantwortung und Herausforderung, die ich gerne übernehme.

Hybrides Teambuilding

Je nach Projekt und Bedarf aktiviere ich aus meinem Netzwerk Fachleute für Entwicklung, Design, Content-Kreation, Data-Management, Filmproduktion und agile Projekt Set-ups.

PUBLIKATIONEN

Breites Spektrum an Sujets, Genres und Stilarten

Das redaktionelle Spektrum von joppCommunications umfasst Pressetexte, Advertorials und Interviews, Storytelling, Blogs und Posts für Marken-, Marketing- und Social-Media-Kommunikation, Reden und Manuskripte für Bücher (Ghostwritings) sowie eigene Publikationen.

Auswahl Blogsposts:

Blog-Autor:

Steinbeis Papier Blog
joppCommunications Blog

Bücher

Weinen Wüten Lachen
Wie ich Abschied und Trauer erlebte

Klaus E. Jopp
200 Seiten
ISBN-13: 9783740751463
Verlag: TWENTYSIX
Norderstedt 2018 (2. Auflage)

Finden Sie Ihren Persönlichkeits-Code!
Klaus E. Jopp,
192 Seiten
ISBN 10: 3451052229
Herder, Freiburg 2002

Praktisches Kursbuch Rücken
Prof. Dr. med. Bernd Rosemeyer / Klaus E. Jopp
272 Seiten
ISBN-13: 9783896047649
2. Auflage, Weltbild Augsburg 2002

Positiv denken, zufrieden leben
Klaus E. Jopp
240 Seiten
ISBN-13: 9783896044099
Weltbild Augsburg 2001

Print-/Onlinemedien
Gastbeiträge, Namensartikel

FAZ prmagazin Rheinischer Merkur
Horizont Golfjournal Focus Cembra
Digital Imaging PBS Magazin

 

 

 

Referenzen

Kunden, Marken, Projekte

Eine Auswahl an Marken, die joppCommunications strategisch, konzeptionell und reaktionell begleiten durfte und begleitet. Einige davon langfristig wie BMW Financial Services oder das Mittelstandsunternehmen Steinbeis Papier.

ALPEIN Software Unternehmensgruppe
Die Unternehmensgruppe bietet gemeinsam mit ihrer Schweizer Tochtergesellschaft ALPEIN Software Swiss Software- und IT-Solutions für mittelständische Unternehmen. Eigene Produke für IT- und Datensicherheit wie SWISS SECURIUM, SAP-Produkte und SAP Extensions sind Teil des Portfolios. Meine Leistungen: Beratung, Schärfung der Positionierung, Überarbeitung des gesamten Contents, Redaktion.

A-ROSA Resorts 
Premium- und Luxusresorts: Markenworkshop, Markenrelaunch, Anzeigenkampagnen, Endkunden- und Vertriebskataloge, Dialogmarketing

A-ROSA Kreuzfahrten
Anbieter von Premium-Flusskreuzfahrten: Reisekataloge

BMW Group Financial Services
Führender Finanzdienstleister im Automobilsektor: Corporate Wording Entwicklung, Dialogmarketing-Kampagnen, Launches & Relaunches, HO-Kommunikation, POS-Kampagnen, Finanzierung, Leasing, Versicherungen, Vermögensmanagement & Finanzprodukte, Eroberung, Loyalisierung & Kundenrückgewinnung, Maßnahmen für die Kernmarken BMW, MINI und BMW Motorrad

Brovko Consulting
Unternehmensberatung: Markenschärfung, Webseite (Content & Redaktion) 

Lufthansa City Center
Internationale Reisebürokette (Touristik, Businesstravel): Marken- und Dialogkommunikation (B2B, B2C), Vertriebs-Marketing, Kampagnenentwicklung, Ziel- und Strategieplanung, Multi-Media-Kommunikation, Online-Kommunikation

Mein Reisespezialist
Marke der Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH (rtk): Katalogkonzeption, Katalogredaktion, Vertriebsmarketing

Steinbeis Papier
Europas Marktführer für grafische Recyclingpapiere: Webauftritt, Markenentwicklung und Markenführung, Dialog- und Vertriebsmarketing, Kampagnen, Public Relations, Blogentwicklung, Content-Marketing, Social Media, Online-Kommunikation; Steinbeis Vertriebsportal
Steinbeis Unternehmensseite

Steinbeis Holding
Family Office und Beteiligungsgesellschaft: Unternehmensauftritt, Webseiten Geschäftsfelder, Content-Marketing, SEO-Marketing, PR

Steinbeis Energie GmbH

Die Steinbeis Energie GmbH der B2B-Partner für die Planung und Realisierung emissionsarmer Kraftwerkstypen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Einsparung von Primärenergien führt zu einer erheblichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes und trägt zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland und Europa bei. Meine Leistungen: Beratung, Konzeption, Content-Entwicklung und Redaktion.

Steinbeis Umweltfreundliche Energieerzeugung

Umweltfreundliche Energieerzeugung ist ein Geschäftsbereich der Steinbeis Holding. Er unterstützt Unternehmen bei der Umstellung auf saubere Technologien. Das Portfolio: Konzeption, Planung und Finanzierung, Betrieb für Kraftwerkstypen wie Kraft-Wärme-Kopplung, Blockheizkraftwerk und Gasturbinen-Kraftwerk. Meine Aufgaben:Beratung, Konzeption, Content-Strategie und Entwicklung, Redaktion.

Swiss Digital Development
Das schweizer Corporate Finance Unternehmen positioniert sich als Consulting- und Development Partner. Es adressiert Start-ups und Enterprises, die innovative Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft etablieren wollen. Meine Aufgaben bestanden in der Entwicklung der Menüstruktur sowie des gesamten Contents und der redaktionellen Umsetzung.

SYNCPILOT Group München / Augsburg
Das Software-Unternehmen ist auf 360-Grad-Lösungen für digitale Kundenberatung, Online-Vertragsabschlüsse mit elektronischer Signatur und Interaction Experience Management spezialisiert. Jopp Communications wurde mit der Entwicklung des Markenrelaunches und neuen Internetauftritts 2020 beauftragt.

Theater Dortmund
5-Sparten-Haus, eines der größten Theater Deutschlands: Entwicklung Marken- und Salesportal, SEO/UX-Analysen, Leitbildmanagement (Engagement bis 2018).

vmm wirtschaftsverlag Augsburg
Redaktionelle Arbeiten für das Gästemagazin GRENZENLOS (GAP, Grainau, Zugspitz Arena)
Redaktionelle Arbeiten für Fit For Job, das Magazin der IHK München und Oberbayern

Weitere auf Anfrage

 

 

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Chancenmetapher im Abseits. Das Corona-Paradox.

Abschied vom Status Quo.

„Die Pandemie-Krise ist eine Chance,“ war und ist vielerorts zu lesen. Ist das wirklich so? Und wenn ja, wofür und für wen? Nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland werden rund 50.000 Geschäfte im Einzelhandel schließen müssen, und das Ladensterben trifft mittlerweile auch die Großstädte. Weit über 150 Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds stecken bereits in der Rezession. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone bricht um 8,8% ein, so die Prognosen. Gehören auch diese Zahlen zum Chancenpotenzial? 

The New Normal gibt die Richtung vor.

Die Worst-Case-Skala ließe sich weiter fortsetzen und man muss kein BWL-er sein, um Bedeutung und Auswirkungen der Corona-Krise für Wirtschaft, Gesellschaft und das Zusammenleben zu begreifen. Wir alle stecken in einem Paradox. Lösungs- und Präventionsmaßnahmen treffen gleichermaßen auf Akzeptanz und Abwehr, auf Rationalität und Emotionalität, und eine Sehnsucht nach dem „Status Quo“ der Prä-Pandemie-Phase bricht auf. Den aber gibt es nicht mehr, wie die Puristen der Krise lehren. Eine Hermeneutik des „New Normal“ dehnt sich von der Ökonomie bis zur virtuellen Organisation gruppendynamischer Corporate-Prozesse aus. Doch nichts an dem „neuen Normalen“ ist wirtschaftlich normal. Nicht für die Reisewirtschaft, Gastronomie, Kulturszene, Messegesellschaften, Eventfirmen, Agenturen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, Verkehr und Lagerei oder Groß- und Einzelhandel. 

 

Jeder ist für jeden eine potenzielle Gefahr, oder doch nicht? Der Streit der Wissenschaft.

Shut-down, Lock-down, Corona-Maßnahmen sind ein ungeliebtes, aber notwendiges Arrangement mit der neuen virologischen Wirklichkeit. Die Wenigsten begreifen diese als Rohstoff oder Chance für neue Geschäftsmodelle, Wachstum und Produktivität. Business as usual, Arbeitnehmeralltag, kulturelles und öffentliches Leben wurden im existenzialistischen Sinne des Wortes „geworfen“ in den Inkubator des Rückzugs – Home-Office, Home Schooling, Home-Kita. Traumatisierungen und Spätschäden für Kinder und Schüler, mahnen Psychologen, unvermeidlich propagieren Virologen. Ich muss zugeben, mir eine eindeutige, wissenschaftlich fundierte Meinung zu bilden, fällt schwer. Empirisch betrachtet, scheinen die Distanz- und Masken-Maßnahmen zu greifen, gemessen an den vielfältigen KPI des RKI und der Johns-Hopkins, wie dem situativ unterschiedlich einzuschätzenden Reproduktionsfaktor. 

Das „Social Distancing“ ist eine Herausforderung. Eine Verhaltensregel, die zum Verhaltensmuster mutiert und eine gewisse „Leibfeindlichkeit“ entwickelt. Abstand dient zwar dem Gemeinwohl (u. a. wegen der Aerosole), widerspricht nach dem Sozialpsychologen Gerald Echterhoff jedoch unseren Verhaltensweisen als „ultrasoziale Spezies“. Zusammenrücken in Krisenzeiten, das geht nicht. Rückzug schwächt auch das WIR-Gefühl, den kollektiven Sinn.

Nähe ist sozial, Distanz a-sozial.

Der französische Philosophen Maurice Merlau-Ponty stellte in seinen Studien über die „Leibphänomenologie“ die Bedeutung der leiblichen Erfahrung für das Selbst- und Weltverhältnis in den Mittelpunkt seiner phänomenologischen Forschung. Nach ihm führt eine rein reflexive, abstrakte Einstellung und Beziehung zur Welt zu Wahrnehmungs- und Empfindungsstörungen, da sie die leibliche Interaktion mit dem Leben ausklammert. Ob Menschen einen Draht zueinander haben, jemand Charisma hat, inspiriert oder motiviert, setzt Nähe und Demaskierte voraus. Neuere soziologische Studien bewerten den Körper als Objekt und Instrument zur Durchsetzung individueller sowie kollektiver Interessen und Machtansprüche. Inwieweit die virtuelle Führung eine ähnliche Wirkung hat, wie die „leibliche Präsenz“, muss sich statistisch noch zeigen, wenn die Effekte des Home-Office und der digitalen Interaktionen ausgewertet sind.

Der Verlust der „Sonderstellung des Menschen in der Welt“.

Kommunikation in den antiviralen, bakterienfreien Raum des Virtuellen zu verlagern, kann nur eine Übergangslösung sein. Nach über 200 Stunden Teams-, Go-to-Meeting und Skype-Meetings mit Kunden, Projektgruppen und Entscheidern muss ich feststellen, das Artifizielle, die Simulation der Begegnung, ist zwar effektiv, aber ebenso hat sie etwas Antiseptisches. Der Wunsch, endlich mal wieder jemandem die Hand zu schütteln, eine haptische Verbindung zum Du herzustellen, lässt sich auf Dauer nicht aus dem Business ausgrenzen. Insofern hoffe ich auf eine „neue, alte“ Normalität der „Nähe“. 

Der Widerspruch der Freiheit. 

Die Pandemie hat die „Sonderstellung des Menschen in der Welt“ (Max Scheler) vorübergehend aufgehoben. Aber auch bewährte Krisenmanagementszenarien. Wir müssen uns diese Welt in verantwortlicher Weise neu aneignen. Der soziale Imperativ der Vernunft, sich zum Wohle aller mit den Corona-Maßnahmen zu solidarisieren, ist Einsicht in Notwendigkeit. Andererseits fordert ein Verständnis von Freiheit ihr Recht. Doch, ist es rechtens und vernünftig, wenn dieses Verständnis zugleich die Gefahr in sich birgt, dass die „Freiheit“ von Party-Meilen, Demonstrationen und Versammlungen wieder in Unfreiheit mündet – in Einschränkungen, Ausgangssperren u.ä.m. wegen steigender Infektionszahlen?! Ein Paradox, das wohl erst die Pharmakologie und Medizin wird auflösen können. Bis dahin heißt es ganz im Sinne Rousseaus, einen neuen „Gesellschaftsvertrag“ der Vernunft zu schließen. Einen Anspruch auf objektive Wahrheit kann niemand erheben, solange die Infektionswege nicht evaluiert wurden. Bis dahin muss die Wissenschaft weiterhin von Hypothesen ausgehen, selbst wenn die Zunft sich darin nicht einig ist.

Home-Office oder das Kloster in mir.

Wenn schon abschotten, warum dann auch nicht mal etwas aus der monastischen Ecke lesen. Mönche kennen sich mit dem Zustand des Allein- und Für-sich-Seins am besten aus. Jeder für sich und doch vereint im Glauben und Gebet. Ich lese (wieder einmal) Thomas Mertons „Im Einklang mit sich und der Welt“ (Diogenes Verlag, 1987). Wer seine Wesens- und Markenqualitäten erkennen will, findet in diesem Buch hinreichend Inspirationen. Einer der hervorstechenden Sätze: „Das kontemplative Leben ist eine Dimension unserer subjektiven Existenz. Es zu entdecken heißt, sich selbst neu entdecken. Man kann sagen, dass es das Aufblühen einer tieferen Identität auf einer neuen Ebene ist, einer anderen Ebene als die einer bloßen psychologischen Selbsterkundung, eine paradoxe neue Identität, die nur findet wer sich aus den Augen verliert, Sich finden, indem man sich verliert: das ist Teil der Kontemplation.“ (ebd. S. 197). Im Klappentext heißt es zu diesem Buch Schule der Einsamkeit. Einsam fühlte ich mich so manches Mal in dieser Ausnahmesituation, besonnen habe ich mich dauerhaft.

Rasanz versus Langsamkeit – auf Datenflows kann man echt neidisch werden.

Unbeeindruckt von der derzeitigen, globalen Langsamkeit powern digitale Kanäle und Werkzeuge Daten in gewohnter Rasanz durch das Netz. Sie bleiben unbeeindruckt vom „Stillstand der Welt“. In Ulrich Raulffs fantastischem Buch „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung“ lese ich, dass zu Zeiten der Postkutsche die Fahrzeit von Frankfurt nach Stuttgart 40 Stunden betrug – inklusive Rastzeiten an 14 Orten. Goethes „Italienische Reise“ muss also eine Ewigkeit gedauert haben. Im Zeitalter der Supercomputer mit Petaflops Rechenleistungen von 10 hoch 15 Fließpunktoperationen pro Sekunde vermittelt die Drosselung der gewohnten Geschwindigkeit, wie relativ doch das Zeitempfinden sein kann.

Neues Mindset, neues Denken.

Vielleicht war und ist genau das die größte Herausforderung an Lock-down und den Corona-Maßnahmen, – das Zeiterleben. Das Zurückgeworfen-sein auf sich selbst, das Außer-Kraft-Setzen des gewohnten Tuns, den Tag mit einem neuen oder anderen Sinn aufladen zu müssen. Das ist annehmbar. Der Verlust an Wirtschafts- und Finanzkraft allerdings weniger. Diese ganze Situation neu und aus einem anderen Blickwinkel bewerten, Standards und Methoden hinterfragen, Einstellungen überprüfen – das ist die Herausforderung, die ich persönlich aus dieser Zeit mitnehmen. Und nie fand ich John Naisbitts Begriff „Mindset“ passender als heute.

 

Bildquelle: iStockphoto

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