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Content soll relevant sein. Aber auch Interesse am Absender wecken, Lust auf die Marke machen und Interaktionen initiieren.

 

Texte sind wie Algorithmen. Aus der Kombination von Wörtern bilden sie Bedeutungseinheiten, die der Adressat für sich als wichtig, wertvoll oder irrelevant dechiffriert. In einem kurzen oder längeren Zeitfenster.

Google nennt das „durchschnittliche Sitzungsdauer“. Leselust entsteht, wenn der Textanker sofort verfängt, Inhalte und Botschaften unter die Haut gehen.

Das emotionale Gehirn arbeitet beim Rezipieren kräftig mit

Geben Sie Ihren Contents den nötigen Drive. Ganz gleich ob Marke, Unternehmenskommunikation, Blog, Employer Branding, Public Relations (PR) oder E-Books – machen Sie aus Texten Ihre Sprache – setzen Sie Zeichen im Content-Universum.

Ich unterstütze Sie dabei.

Sorgen Sie für Leuchtfeuer im Content-Universum

Eine Analyse von Tastaturgeräuschen bei Laptops ergab, je nach Gerät und Anschlag liegt der Geräuschpegel zwischen 30 und 50 dB. Bis 80 dB ist das für unser empfindliches Sinnesorgan kein Problem. Könnte man die Anschlaggeräusche aller User hören, so würde das einem gigantischen Urknall gleichkommen.

Das Urknallphänomen Big Data

Einen Urknall ganz anderer Art lösen die Datenmengen aus, die Tag für Tag das Internet fluten. Bis zum Jahr 2025 werden es insgesamt 175 Zettabyte sein, eine Datenmenge von 10 hoch 28 Byte. Sie ahnen, wer der wahre Konkurrent für Ihre Contents ist? Teta-, Exa-, Zeta- und Yottabytes an Datenmengen.

Wie wollen Sie da herausstechen? In welchen Territorien der vernetzten Kommunikation wollen Sie präsent sein?

Unternehmen als Medienmarke

Heute müssen sich Marken als ebenso individuell wie medien- und kanaltauglich erweisen. Authentisch und lebendig werden Marken dadurch, wie Unternehmen sie im Content-Hub leben, pflegen und sich als Arbeitgebermarke präsentieren.

Inhalte, Kanalstrategie und Distribution in den Bereichen, wo Sie auf Ihre Zielkunden treffen, Interaktionen auslösen und loyale Kundenbeziehungen aufbauen können – dabei unterstütze ich Sie. In Persona und bei Bedarf auch mit skalierbaren Ressourcen und Skills.

Leistungen: Markenprofile, Content-Marketing, Storytelling, Corporate Communication, Employer Branding

Machen Sie es spannend, unterhalten Sie Ihre Kunden mit guten Stories.

Was macht in der 4.0 Ära die Kommunikation eines Unternehmens interessant? Wie sichert sich eine Marke die Aufmerksamkeit der Konsumenten und verwandelt sie in nachhaltige Kundenbeziehungen? Es ist ein Zusammenspiel aus Inhalten, Individualität, multimedialer Inszenierung und interaktiven Angeboten.

Sprache als Language-ID eines Unternehmens: Ich entwickle individuelle Konzepte für Blogs, Postings, Vertriebskommunikation, für Markenstorys, Storytelling und individuelle Kundendialoge.

Leistungen: Markengeschichten mit Esprit, Uniqueness und Relevanz für On- und Offlineformate. Gerne skizziere ich Ideen und Lösungen, die Ihre Marke mit einzigartigen Geschichten unterlegen.

Themen besetzen und absetzen: Techniken und Methoden des Herausfilterns, Schärfens und Transfers.

Die digitale Zeit legt ein atemberaubendes Innovationstempo vor. Oftmals zu schnell, um rechtzeitig eigene Positionen beziehen, das Know-how der Mitarbeiter fördern und die richtigen Weichen für die Kommunikation stellen zu können.

Kognitive Kniffe

In Beratungseinheiten, mit Impulsvorträgen und praxisorientierten Methodik-Settings unterstütze ich Unternehmen dabei, Themen individuell für die Kommunikation zu verwerten, steile Thesen herauszuarbeiten und aufmerksamkeitsstark zu besetzen. Ob es individuelles Marketing, Künstliche Intelligenz oder das weite Feld der Digitalisierung betrifft.

In Hör- und Sichtseite der Marktkommunikation.

Inhalte, Themen und Medienprofil schärfen, sodass Ihr Unternehmen in einem überfluteten Kommunikationsmarkt wahrgenommen wird und eine Resonanz auslöst, die einen gewinnbringenden Dialog eröffnet.

Mit den Leistungen und digitalen Tools der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit transportiert joppCommunications Markenwerte, Image und Identität des Unternehmens in die Empfängerzielgruppen und für Stakeholder.

Ich biete die Bandbreite an PR-Leistungen, um Unternehmen in der Hör- und Sichtweite ihres Marktes und ihrer Zielkunden zu positionieren.

Leistungen: PR-Strategie (digital), Corporate Communication, Themen- und Content-Entwicklung, hochwertige Texte in journalistischer Qualität, Presseservices, Interviews, Blogs, Namensartikel.

Contents und Storys, die aufleuchten. Meine Leistungen für das Produkt "Text".

PR Public Relations

  • Presseinformationen, Pressemitteilungen, Pressemappe
  • Kolumnen, Namens- /Fachartikel
  • Podcasts, Interviews
  • Corporate Communication
  • Corporate Blog
  • Interviews

Online Kommunikation

  • Webseiten, Landingpages
  • Newsletter, E-Mail-Marketing, E-Books

Markenkommunikation

  • Entwicklung Markenstory
  • Storytelling (Multi-Channel)
  • Audioskript
  • Storyboards

Employer Branding

  • Karriereseiten 
  • Social Media Kommunikation
  • Auftritt Recruiting Messen
  • Recruiting Kampagnen

Social Media

  • Facebook-Posts, Redaktionsplan
  • Videomarketing
  • Linkedin Profile & Präsenz

Special Text-Produktionen

  • Ghostwritings
  • Vorträge, Keynote, Fachartikel
  • Bücher:
    • Exposé
    • Verlagsansprache, Literaturagenten
    • Manuskriptbetreuung, Manuskripttextur

 

 

 

Vor der Produktion steht die Reflexion. Meine Leistungen in den Bereichen Beratung, Strategie und  Konzept.

PR Public Relations

  • Strategie und Themen
  • PR-Kampagnen
  • Corporate Communication, Corporate Image, Corporate Wording
  • Visuelle-/ Audioformate

Employer Branding

  • HR-Strategie (War for Talents)
  • Karrierepage, Storytelling
  • Messekonzepte
  • HR-Kampagnen

Markenkommunikation

  • Markenpositionierung, Markenmodell (Brandwheel)
  • Markenstimme, Markenbotschaften
  • Markentonalität, Corporate Wording
  • Unternehmensphilosophie

Online-Kommunikation

  • SEO-Konzept
  • Webseiten, Landingpages, Corporate Blogs
  • Social Media
  • eBooks

Marketing-Kommunikation

  • Dialog-Marketing
  • Vertriebskommunikation
  • Multi-Channel Kommunikation
  • Audioskripten
  • Storyboards

Text- und Kommunikationsberatung

  • Optimierung / Refresh von Texturen
  • Content-Hub
  • Content-Management
  • Kanal-Beratung (Social Media)
  • Markenkommunikation & Employer Branding
  • PR, Marketing-Kommunikation

leistungen

ABOUT ME

Ich schreibe, also bin ich. 
Sprache ist Wertschöpfung.

In Abwandlung zu Descartes` „Cogito ergo sum“ schätze ich die Sprache als ein Werkzeug des Identitätsausdrucks und der Identitätsbestimmung von Unternehmen. Eng angelegt an die Corporate Identity, ausgespielt über die vielfältigen Disziplinen und kreativen Formate, die sich Textproduzenten heute anbieten.

Texturen als Hebel, Inhalte und Botschaften ins Wahrnehmungsfeld der Empfänger und als Mittel der Marken- und Kaufentscheidung einzusetzen, daran haben auch der digitale Wandel und die Hybridität des Kunden nichts geändert.

Die Sprache als Corporate Wording will ständig weiterentwickelt, das Markenprofil um frische Contents und Storys angereichert werden. Die digitale Zeit duldet keinen Stillstand.


Selbst aus Bierdeckelbriefings lassen sich gute Storys schmieden

Seit über 20 Jahren löse ich strategische Kommunikationsprobleme für Unternehmen aller Größen, unterstütze die Corporate Communication und entwickle markenbasierte Corporate Wordings. In Kooperation mit Entscheidern, aber auch als virtueller Partner in agilen Teams.

Meine Stärke ist die Wertschöpfungsentwicklung von Sprache, Inhalten und Storys. Namhafte Konzern- und Mittelstandsmarken zählen zu meinen Auftraggebern.

Zuverlässige Timings, schlanke Prozesse, effiziente und exzellente Ergebnisse sind Markenwerte von joppCommunications. Ich komme gut klar mit minimalistischen Briefings in „Bierdeckelformat“, freue mich aber auch über intensive Gespräche und substanzielle Leadpaper.

Branchen-Knowhow

Automotive, Bildung und Kultur, Digitalisierung, Energiewirtschaft, Financial Services und Versicherungen, Gesundheit und Medizin, Informationstechnologie, Software, Recyclingindustrie, Touristik.

 

PARTNER AGILER TEAMS

Kräfte bündeln, Wertschöpfung steigern

Kommunikation und Marketing heute ist ein Management von Diversität. Emprirische Daten zu individuellen Kundenbedürfnissen und Kaufentscheidungen zu erheben, diese in ein individuelles Produktinformations- und Content-Management zu übersetzen, sind komplexe Herausforderungen.

Mein Fokus: Content- und Textengineering 

Als virtueller Partner kooperiere ich im Rahmen agiler Projekte mit Marketing- und IT-Mitarbeitern in Unternehmen sowie mit Agenturen. Ich sehe meine Leistungen als Verlängerung der Werbank von Kommunikations- und Marketingorganisationen.

Interim-Management und verlängerte Werkbank

Ich übernehme auch Mandate für Interim-Management und Organisationsentwicklung von Marketing- und Kommunikationsabteilungen, als Verstärkung von Human Resources oder Unterstützung bei Transformationen.

Ganzheitliche Lösungen für eine markengerechte Multi-Kanal-Kommunikation, die Kunden erreicht und überzeugt. Eine Verantwortung und Herausforderung, die ich gerne übernehme.

Hybrides Teambuilding

Je nach Projekt und Bedarf aktiviere ich aus meinem Netzwerk Fachleute für Entwicklung, Design, Content-Kreation, Data-Management, Filmproduktion und agile Projekt Set-ups.

PUBLIKATIONEN

Breites Spektrum an Sujets, Genres und Stilarten

Das redaktionelle Spektrum von joppCommunications umfasst Pressetexte, Advertorials und Interviews, Storytelling, Blogs und Posts für Marken-, Marketing- und Social-Media-Kommunikation, Reden und Manuskripte für Bücher (Ghostwritings) sowie eigene Publikationen.

Auswahl Blogsposts:

Blog-Autor:

Steinbeis Papier Blog
joppCommunications Blog

Bücher

Weinen Wüten Lachen
Wie ich Abschied und Trauer erlebte

Klaus E. Jopp
200 Seiten
ISBN-13: 9783740751463
Verlag: TWENTYSIX
Norderstedt 2018 (2. Auflage)

Finden Sie Ihren Persönlichkeits-Code!
Klaus E. Jopp,
192 Seiten
ISBN 10: 3451052229
Herder, Freiburg 2002

Praktisches Kursbuch Rücken
Prof. Dr. med. Bernd Rosemeyer / Klaus E. Jopp
272 Seiten
ISBN-13: 9783896047649
2. Auflage, Weltbild Augsburg 2002

Positiv denken, zufrieden leben
Klaus E. Jopp
240 Seiten
ISBN-13: 9783896044099
Weltbild Augsburg 2001

Print-/Onlinemedien
Gastbeiträge, Namensartikel

FAZ prmagazin Rheinischer Merkur
Horizont Golfjournal Focus Cembra
Digital Imaging PBS Magazin

 

 

 

Referenzen

Kunden, Marken, Projekte

Eine Auswahl an Marken, die joppCommunications strategisch, konzeptionell und reaktionell begleiten durfte und begleitet. Einige davon langfristig wie BMW Financial Services oder das Mittelstandsunternehmen Steinbeis Papier.

ALPEIN Software Unternehmensgruppe
Die Unternehmensgruppe bietet gemeinsam mit ihrer Schweizer Tochtergesellschaft ALPEIN Software Swiss Software- und IT-Solutions für mittelständische Unternehmen. Eigene Produke für IT- und Datensicherheit wie SWISS SECURIUM, SAP-Produkte und SAP Extensions sind Teil des Portfolios. Meine Leistungen: Beratung, Schärfung der Positionierung, Überarbeitung des gesamten Contents, Redaktion.

A-ROSA Resorts 
Premium- und Luxusresorts: Markenworkshop, Markenrelaunch, Anzeigenkampagnen, Endkunden- und Vertriebskataloge, Dialogmarketing

A-ROSA Kreuzfahrten
Anbieter von Premium-Flusskreuzfahrten: Reisekataloge

BMW Group Financial Services
Führender Finanzdienstleister im Automobilsektor: Corporate Wording Entwicklung, Dialogmarketing-Kampagnen, Launches & Relaunches, HO-Kommunikation, POS-Kampagnen, Finanzierung, Leasing, Versicherungen, Vermögensmanagement & Finanzprodukte, Eroberung, Loyalisierung & Kundenrückgewinnung, Maßnahmen für die Kernmarken BMW, MINI und BMW Motorrad

Brovko Consulting
Unternehmensberatung: Markenschärfung, Webseite (Content & Redaktion) 

Lufthansa City Center
Internationale Reisebürokette (Touristik, Businesstravel): Marken- und Dialogkommunikation (B2B, B2C), Vertriebs-Marketing, Kampagnenentwicklung, Ziel- und Strategieplanung, Multi-Media-Kommunikation, Online-Kommunikation

Mein Reisespezialist
Marke der Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH (rtk): Katalogkonzeption, Katalogredaktion, Vertriebsmarketing

Steinbeis Papier
Europas Marktführer für grafische Recyclingpapiere: Webauftritt, Markenentwicklung und Markenführung, Dialog- und Vertriebsmarketing, Kampagnen, Public Relations, Blogentwicklung, Content-Marketing, Social Media, Online-Kommunikation; Steinbeis Vertriebsportal
Steinbeis Unternehmensseite

Steinbeis Holding
Family Office und Beteiligungsgesellschaft: Unternehmensauftritt, Webseiten Geschäftsfelder, Content-Marketing, SEO-Marketing, PR

Steinbeis Energie GmbH

Die Steinbeis Energie GmbH der B2B-Partner für die Planung und Realisierung emissionsarmer Kraftwerkstypen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Einsparung von Primärenergien führt zu einer erheblichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes und trägt zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland und Europa bei. Meine Leistungen: Beratung, Konzeption, Content-Entwicklung und Redaktion.

Steinbeis Umweltfreundliche Energieerzeugung

Umweltfreundliche Energieerzeugung ist ein Geschäftsbereich der Steinbeis Holding. Er unterstützt Unternehmen bei der Umstellung auf saubere Technologien. Das Portfolio: Konzeption, Planung und Finanzierung, Betrieb für Kraftwerkstypen wie Kraft-Wärme-Kopplung, Blockheizkraftwerk und Gasturbinen-Kraftwerk. Meine Aufgaben:Beratung, Konzeption, Content-Strategie und Entwicklung, Redaktion.

Swiss Digital Development
Das schweizer Corporate Finance Unternehmen positioniert sich als Consulting- und Development Partner. Es adressiert Start-ups und Enterprises, die innovative Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft etablieren wollen. Meine Aufgaben bestanden in der Entwicklung der Menüstruktur sowie des gesamten Contents und der redaktionellen Umsetzung.

SYNCPILOT Group München / Augsburg
Das Software-Unternehmen ist auf 360-Grad-Lösungen für digitale Kundenberatung, Online-Vertragsabschlüsse mit elektronischer Signatur und Interaction Experience Management spezialisiert. Jopp Communications wurde mit der Entwicklung des Markenrelaunches und neuen Internetauftritts 2020 beauftragt.

Theater Dortmund
5-Sparten-Haus, eines der größten Theater Deutschlands: Entwicklung Marken- und Salesportal, SEO/UX-Analysen, Leitbildmanagement (Engagement bis 2018).

vmm wirtschaftsverlag Augsburg
Redaktionelle Arbeiten für das Gästemagazin GRENZENLOS (GAP, Grainau, Zugspitz Arena)
Redaktionelle Arbeiten für Fit For Job, das Magazin der IHK München und Oberbayern

Weitere auf Anfrage

 

 

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Der Hype um die Klimaaktivisten zeigt die Schwächen im Politikmarketing.

Fit in Social Media und Political Branding

Die „Greta-Generation“ setzt Politiker und Parteien unter Imagedruck. Die umweltpolitische Jugendbewegung hat sich medienwirksam und geschickt Gehör verschafft. Nicht Greenpeace oder die Bundeskanzlerin haben beste Chancen auf den Friedensnobelpreis, sondern Greta Thunberg. Hut ab, die junge Generation beherrscht die Spielregeln des Political Marketing.

Klimaaktivisten übernehmen Meinungsführerschaft

Dass „Fridays for Future“ und das Video eines bekannten YouTubers die politische Elite derart ins diskursive Straucheln bringen kann, deckt die Schwächen im Politikmarketing der Politprofis auf. Keine Spur von Social-Media-Strategien oder 24/7-Reputation-Management. Keine Anhaltspunkte für Themeninszenierung. Beim Personal Branding begnügen sich die Volksparteien mit einer One-Person Brand-Strategie, oder es fehlt schlichtweg an einem Plan. Die Mechaniken des Marketings  im „Politikbetrieb“ auf Sparflamme zu praktizieren, führt dahin, wo die einst großen und stolzen Volksparteien heute stehen. Jenseits von Mehrheiten und am Rande der Bedeutungslosigkeit. „Farblosigkeit“ ist einer der häufigsten Kommentare von Foristen zu politischen Köpfen. Mit der teilweise uninspirierten Positionierung ihrer wichtigen Beschlüsse, Initiativen und Gesetzen rund um die Trendthemen Klima, Umwelt und Zukunft schwächen die Regierungsparteien ihre Markenposition in diesem aufmerksamkeitsstarken Wettbewerb. Die Meinungsführerschaft haben „Fridays for Future“ und die Grünen übernommen.

Branding als Instrument im politischen Wettbewerb

Was Political Branding an Reichweite, Aufmerksamkeit und Loyalisierung erzielen kann, zeigt der derzeitige „Höhenflug“ der Grünen. Dass der Greta-Hype auf den ökologischen Markenkern der Partei einzahlt, mag man als Gunst der Stunde interpretieren. Und dass der YouTuber Rezo mit seiner Video-Demontage der CDU/CSU den Grünen einen Bärendienst erwiesen hat, mag reiner Zufall sein. Den Inhalten der Partei hat er damit einen unvergleichlichen Wettbewerbsvorteil bei der Europawahl verschafft. Dass sie so klug waren, parteiinterne Personaldebatten weitgehend unter dem Medienradar zu halten, wirkt sich zusätzlich positiv auf das Markenimage aus. Wie man eine Parteimarke demontiert, führt die SPD vor. Die strategische Ausrichtung der Grünen auf eine sozial-ökologische Marktwirtschaft verbucht einen höheren Sympathie- und Mehrheitsfaktor als die kapitalismuskritische Enteignungsthese vom Vorsitzenden der Jusos.

Die Notwendigkeit, Themen zu inszenieren und zu besetzen

Die Bewältigung der Klimakrise und das Umweltengagement, Themen die auch Greenpeace und andere NGOs seit Jahren besetzen, strahlt automatisch auf Bündnis90/Die Grünen ab. Die Partei hat das Ökologie-Thema nahezu komplett zu ihren Gunsten besetzt. Beharrlich und über Jahre. Marketingtechnisch also alles richtig gemacht – bisher. Der unbeholfene Umgang mit der Greta-Bewegung, die halbherzige ökologisch-klimapolitische Positionierung der Volksparteien sowie die zur Schau gestellte Identitätskrise von SPD und GroKo dagegen sind wahre Markenkiller. Welcher Wähler will sich schon für eine Marke entscheiden, deren Beliebtheit rasant und massiv an Wert verliert?! Hier verhalten sich Wähler wie Konsumenten – schlechte Bewertungen begünstigen einen Markenwechsel.

Das Markenversprechen von "Fridays for Future"

Marken geben ein Versprechen ab. Indirekt tut das auch „Fridays for Future“. Mit ihren Forderungen verspricht die deutsche Organisation der Klimaaktivisten ihren Anhängern eine aus ihrer Sicht realisierbare Klimapolitik in einem Zeitkorridor, den Fachleute und NGOs als kritisch erachten. So soll der Kohleausstieg von 2038 auf das Jahr 2030 vorverlegt werden. Bereits 2035 soll die Nettonull stehen. Der CO2-Ausstoß in Deutschland darf dann nur noch so hoch sein, wie er durch Pflanzenwachstum und andere natürliche Prozesse absorbiert werden kann. Ebenfalls bis 2035 soll neben dem Strombedarf in Deutschland auch der gesamte Energiebedarf durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Timeline der Bundesregierung ist weiter gesteckt, auch unter Berücksichtigung, dass Klimapolitik Konsenspolitik ist. Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, ist nicht im Alleingang Deutschlands zu schaffen. Die Nationen, insbesondere die Schwellenländer, müssen mitziehen. Wer über die Klimakrise spricht, muss auch über Lösungen zur Senkung des ökologischen Fußabdrucks reden. Der jährliche Bedarf an Rohstoffen und Ressourcen der Industriestaaten bedroht das ökologische Gleichgewicht. 2019 war bereits im April das Ressourcenkonto in Deutschland überzogen.

Die Klimapolitik der Bundesregierung braucht eine bessere Positionierung

Bei aller Sympathie für die Forderungen der Klimabewegung, Untätigkeit kann man der Bundesregierung nicht unterstellen. Zahlreiche Initiativen, Förderprogramme für Nachhaltigkeit, Steigerung der Ressourcenproduktivität, Umweltschutz und Energieeffizienz sprechen für ernsthaftes politisches Handeln. Ihr Defizit liegt in der medien- und marketingtechnisch wirksamen Verpackung. Wer kennt schon das Ressourceneffizienzprogram, den CSR-Preis der Bundesregierung oder ihr Engagement beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis? Wie sonst ist es zu erklären, dass diese Leistungen kaum Beachtung auch bei jenen finden, die erst jetzt gegen die Klimakrise protestieren? Beispiel Energiewende. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen, die zu einem wesentlichen Zweig der deutschen Stromversorgung geworden ist. In Deutschland sind 10.800 Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft tätig und leisten einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz. Auf den Innovationen von Industrie, Politik und Regierung zur Verbesserung der CO2-Bilanz und für Nachhaltigkeit, fehlt der Marketingspot. Hier bietet sich genügend Stoff für Medien, über Best Cases zu berichten, statt einer Bewegung hinterherzulaufen, die inhaltlich nichts Neues erzählt, sich nur besser inszeniert. Die Zukunft künftiger Generationen auf das Klimathema zu fokussieren, ist zu kurz gesprungen. Gehören zur Zukunft nicht auch Ressourcengerechtigkeit, Grundeinkommen, leistbarer Wohnraum, Rente, soziale Sicherheit und Bildung? Unbestritten, Klima ist wichtig, aber nicht alles.

Politikmarketing als Chance der Volksparteien

Der politische Dialog in einer offenen Gesellschaft muss neben dem Straßenwahlkampf auch an den digitalen Dialogschnittstellen stattfinden. Wähler reden mit. Mehr denn je und über alle Kanäle. Prosumervideos wie das von Rezo können eine virale Rasanz entwickeln, die die parteipolitische Selbstgenügsamkeit in Höchstgeschwindigkeit aushebelt. Parteien sollten das als Chance sehen, den Relaunch ihrer Marke und, falls nötig, ihre Selbsterneuerung, anzugehen. Nachhaltig und kontinuierlich. Nicht nur zu Wahlzeiten, denn Wahlkampf ist jeden Tag! Was das Beispiel FDP zeigt. Die Kampagne zur letzten Bundestagswahl inszenierte die Freien Demokraten als „Marke“ vornehmlich in der Person Christian Lindner. Das brachte der Partei den Marken-Award 2018 ein. Seitdem dümpelt der einstige Koalitionspartner der CDU bei 8 Prozent herum. Der Transfer vom Personal Branding Marketing zur Aufmerksamkeitsbildung für politische Inhalte braucht hier scheinbar noch etwas Zeit. Oder die entsprechende Medienkompetenz.

Es ist Zeit für Politikmarketing

Inhalte sollten authentisch sein und der Identität der Marke entsprechen. Der Versuch, Mehrheiten nach dem Mund zu reden, kann nicht gelingen, wenn die Themen und Meinungen nicht dem Markenkern der Partei entsprechen. Parteien und ihre Leader sollten, wollen sie ihre politische Marke erfolgreich weiterführen, inhaltliche Arbeit mit Politikmarketing kombinieren. Die wesentlichen Grundsätze:
 

Branding – nicht nur Partei sein, sondern auch eine Marke!

Parteien sollten sich selbst und ihre Kandidaten als Marken verstehen. Das Herunterrattern von politischen Inhalten und Positionen wirkt der Attraktivität eher entgegen. Wähler denken und reagieren wie Konsumenten auf starke und ansprechende Marken – und auch Werbung. Die Generalsekretäre sollten für ein professionelles Brand Management sorgen.
 

Campaigning – im politischen Wettbewerb regelmäßig mit Kampagnen aufschlagen!

Der Wettbewerb ist härter und herausfordernder geworden. Stammwähler springen schneller ab. Wer populäre Themen taktisch klüger und attraktiver bespielt, ist im Vorteil. Ganz entscheidend, wie konsistent Parteien Kampagnen fahren, in welchen Zyklen, mit welchen Inhalten und Zielen. Welche Themen wollen sie besetzen, welche passen zu ihrer Marke? Wie ist die Haltung der politischen Vertreter der Parteien – Grüne und FDP haben einen neuen Stil gefunden, die Grünen halten ihn konsequenter und erfolgreicher durch.
 

Nutzentransfer – das Nutzenversprechen erkennbar für Zielgruppen positionieren!

Welchen Nutzen bietet Ihre Marke? Darauf sollte jeder Vertreter die passende Antwort haben. Das Nutzenversprechen der Partei sollte auf die Markenführung und ihre Kommunikation mit den relevanten Zielgruppen abfärben und über die entsprechenden Kanäle distribuiert werden. Im Schema einer Markenpositionierung zu denken und zu handeln, kann davor bewahren, dass Vertreter der Partei in Talkshows oder gegenüber Medien Statements von sich zu geben, die nicht zur Partei-Marke passen.
 

Multi-Kanalfähigkeit und Social-Media-Kompetenz demonstrieren!

Wenn Kommunikation heute Multi-Channel und vernetzt abläuft, müssen Parteien und Politiker die Vielfalt der Kommunikationskanäle nutzen und interagieren. Im direkten Dialog mit den Zielgruppen, in Echtzeit, das zeugt von Bürgernähe und Ernsthaftigkeit am Austausch. Vor allem lässt sich in Realtime reagieren und Stellung beziehen. Die Wirtschaft hat die Bedeutung von Social-Media-Managern erkannt.
 

Content-Marketing – Kommunikation auf Wählerinteressen zuschneiden !

Wissen, wie Wähler denken und fühlen, sie individuell ansprechen über die jeweiligen Kanäle. Wer Persona-Profile anlegen will, muss Daten sammeln, auswerten und daraus individuelle Botschaften für die Empfängergruppen aufbereiten – informierend, beratend, unterhaltend. Die Indifferenz der Markenidentität – wofür steht eigentlich noch die Partei, was unterscheidet sie von den anderen – lässt sich mit den Mitteln des Content Marketings (Storytelling, Brandstory) und dem Bespielen von Social-Media-Kanälen beheben.  

 

Nota bene

Was für Unternehmen gilt, trifft auch auf Parteien und ihre Leader zu - die Notwendigkeit, eine Markenpersönlichkeit aufzubauen, Themen rechtzeitig und authentisch zu besetzen und Leadership zu demonstrieren. Ich berate in Zusammenarbeit mit Experten Parteien in der Markenprofilierung, im Personal Branding und Politikmarketing.

Titelbild: iStockphoto

 

 

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